Die Werbephase hat begonnen


„Dies ist eine Empfangsbestätigung“. Dieser Satz steht vier Mal  in meinem Email-Briefeingang. Na, immerhin, denke ich mir, haben sich die Empfänger meiner Email-Einladung zum ersten Limburger Rollenspielstammtisch die Mühe gemacht, die Aufforderung zur Empfangsbestätigung nicht wegzuklicken – und waren gleichfalls so gnädig mit einen verdeckten Hinweis zukommen zu lassen, der da lautet „Ja, es gibt mich noch und ich lese auch ab und zu meine Emails.“

Warum schreibe ich das hier eigentlich? Nun, zum Einen weil ich diesen Blog möglichst aktiv und lebendig halten möchte. Und das bedeutet, dass alle paar Tage ein neuer Eintrag erforderlich ist. Und weil ich ehrlich gesagt auch nicht weiß, was ich immer so schreiben soll, berichte ich hier über meine Bemühungen, einen Rollenspiel-Stammtisch einzurichten. Das ist dann jedenfalls auch für jene lesenswert, die mit der Limburger Rollenspielszene zwar nichts zu tun haben, aber möglicherweise ein Quäntchen Interesse für einen geplagten Rollenspiel-Aktivisten aufbringen.

Die Ausgangslage ist folgende: Limburg ist eine Kleinstadt mit rund 30.000 Einwohnern, aber einem etwa dreimal so großem Umfeld (mit vielen weiteren kleineren Städten und Gemeinden). Die geographische Lage ist eigentlich gar nicht mal so schlecht: Limburg liegt direkt an einer der meistbefahrendsten Autobahnen, der A3, ziemlich zentral zwischen dem Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt/Wiesbaden/Mainz), Koblenz und dem Köln-Bonner-Raum. Und es hat einen ICE-Bahnhof (was die Stadtväter toll finden, mir in meiner „Queste“ aber leider wenig bringt).

Der Limburger Dom fient Autofahrern auf der A3 als Landmarke
Der Limburger Dom dient Autofahrern auf der A3 als "Landmarke"

Im Jahr 2000 hatte ich hier bereits einen Rollenspiel-Verein gegründet, der zwischenzeitlich bis zu 50 Mitglieder hatte – ganz ordentlich für das kleinstädtische Umfeld. Doch es kam wie es kommen musste: Nach einigen Jahren schrumpfte das Interesse, viele junge Leute gingen studieren oder zogen sonst wohin. Die übrigen waren (und sind) mitunter zerstritten. Weil alle Mitglieder des ehemaligen Vereins jünger sind als ich, bleibt mir nur der Weisheit letzter Schluss: Kinder, Kinder, Kinder…

Weil sich in den zurückliegenden Jahren im Pen&Paper-Segment so gut wie nichts mehr tat, beschloss ich, den Rollenspielstammtisch zu gründen (erstes Treffen: 16. März 2010, 19 Uhr, Villa Konthor – ihr wisst bescheid). Mit Michael Wolfs Hilfe war dieser Blog in Windeseile eingerichtet. Doch nun mussten natürlich noch die Teilnehmer her.

Zuerst wandte ich mich an jene Freunde, von denen ich wusste, dass sie aktive Rollenspieler sind, die aber nichts mit dem Verein zu tun hatten. Einige Anrufe, einige Besuche später, hatte ich das Ergebnis: Die drei ersten Befragten waren sofort von der Idee angetan (ich will nicht sagen, begeistert, das wäre dann doch zu viel). Und jene Erstgewählten versprachen sich wiederum in ihrem Freundeskreis umzuhören. Kurzum: Einige Tage später hatte ich (mich eingerechnet) schon mal 7 Leute an der Hand.

Jetzt der schwierige Part: Alte Freunde aktivieren. Und vor allem: Ehemalige Vereinsmitglieder. Da ich leider nicht mehr alle Telefonnummern hatte (und auch ehrlich gesagt keine Lust hatte, 15 Leute nacheinander anzurufen – ja, ich meine die altmodische Weise per Festnetz oder Handy), schickte ich Emails raus. Aus alten Fehlern lernend, hatte ich wohlweislich eine Empfangsbestätigung angefordert. Aha, jetzt sind wir also an der Stelle, an der der Eingangssatz fortgeführt wird…

Nun sind ziemlich genau 24 Stunden vergangen und der arme Rollenspiel-Aktivist wartet auf Reaktion. Naja. Immerhin: 4 von 15 Leuten haben ihre Email schon mal gelesen, oder: sie haben sie angeklickt und die Empfangsbestätigung zurückgemailt. Ob sie sie auch wirklich gelesen haben, ist eine reine Vermutung. Auf meine dringende Bitte, auf jeden Fall entweder mit einer Absage oder einer Zusage zu reagieren (also: überhaupt irgendwie zu reagieren), ist bisher keiner angesprungen.

Naja, 24 Stunden ist noch keine Welt – immerhin sind es noch rund 3 Wochen zum Start des Rollenspielstammtischs.  Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

Vielleicht hat ja einer der werten Leser einen guten Ratschlag?

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4 Kommentare zu “Die Werbephase hat begonnen”

  1. Hi

    also 16. März 2010, 19 Uhr, Villa Konthor, das habe ich mir vorgemerkt – aber versprechen will ich noch nichts. Die Lokation gefällt mir schon mal.

    Gruß Bernd

  2. Die Villa Konthor ist auch wirklich schön. Ich denke, alleine die Lokation wird unseren Stammtisch schon ganzschön aufwerten! Hmm, vielleicht sollte ich mal langsam die Präsentationen für nächste Woche vorbereiten… 😉

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