Der erste Abend (ein Rückblick)


Puh! Geschafft! Das Lampenfieber kühlt ab. Das Zittern und Bangen hat ein Ende. Der erste Limburger Rollenspiel-Stammtisch „Kellerkinder“ liegt hinter uns – und war ein großer Erfolg!

Gerechnet hatte ich mit 10, vielleicht 12 Gästen. Gekommen waren 20! Darunter viele, die ich nicht erwartet hatte, die ich zwar aus „früheren Zeiten“ kenne (ja, ja, früher war ja eh alles besser), die ich aber seit langem nicht mehr gesehen habe. Und es kamen viele Neue: Insgesamt sechs Gesichter waren mir unbekannt (aber natürlich mehr als willkommen!).

Ein wenig fühle ich mich an das Jahr 2000 erinnert, als ich mit einer ähnlich großen Mannschaft den Verein „Fanatics“ aus dem Boden stemmte. Die Aufbruchstimmung von gestern Abend hatte gewisse Ähnlichkeiten zum damaligen Ereignis. Aber ich muss noch einmal betonen: Dieser Tage soll definitiv kein Verein oder Club oder sonstige Institution erschaffen werden!

Das Programm lief weitgehend nach Plan, von einer kleinen Computerpanne abgesehen, die uns dummerweise mitten im „Warm-up-Video“ ereilte (Bill Gates ist schuld!). Es folgte meine kleine Begrüßungsrede (mit kleineren Pannen, die aber keiner merkte) und dann schließlich die beiden Hauptthemen des Abends. Michael Wolf hatte seine Sache gut vorbereitet. Als Einstieg zur Präsentation des neuen Dragon Age RPG zeigte er erst einmal einen Video-Trailer des Computerspiels. Danach ging’s mit Powerpoint weiter. Michael hatte ganze Arbeit geleistet – die Präsentation kam (soweit ich das mitverfolgen konnte) ziemlich gut an. Die aufmerksame Stille unter den Gästen wurde nur ab und an durch gezielte Nachfragen durchbrochen.

Mit seiner zweiten Präsentation über „Dungeonslayers“ lag Michael goldrichtig. Das simple, kostenlose (und deutsche!) Spiel traf den sprichwörtlichen Nerv der Zuhörer und sorgte auch nach der Präsentation für Gesprächsstoff.

Der anschließende offene Teil startete verhalten. Viele Gäste waren in Cliquen oder Grüppchen gekommen und mussten erst einmal mit den anderen, ihnen unbekannten Leuten warm werden. An einigen Tischen sorgte ein frisches Bier für eine gelöste Stimmung. Langsam setzte dann auch die erhoffte Vermischung ein. Die Gespräche an den insgesamt drei großen Tischen drehten sich (wie soll es auch anders sein) fast ausschließlich um Rollenspiele. Man lernte sich langsam kennen („Ach, du spielst auch DSA?“), vernahm am Nachbartisch ein Stichwort und reagierte („Ratten? Habe ich eben Ratten gehört? Das habe ich auch schon probiert“) und kam so ins Gespräch. Erste zaghafte Gruppenbildungen wurden angesprochen („Hallo, sucht hier jemand Anschluss an eine Science-Fiction-Gruppe?) und Vorschläge über die Weiterentwicklung des Stammtischs unterbreitet. Die Kritik am Programm war erstaunlich zurückhaltend. Nur eine Teilnehmerin monierte die Länge des ersten Beitrags, wobei aber auch offensichtlich subjektive Empfindungen eine Rolle spielten. Der zweite Beitrag war von Michael denn auch deutlich kürzer gehalten, wodurch der Zeitplan wieder ins Lot kam. Lediglich die ausgelegten Rollenspielbücher und Comics fanden kein großes Interesse. Was mich ein wenig verwundert, denn typische Rollenspieler lieben es, in dicken Wälzern zu blättern und darüber zu fachsimpeln. Aber vielleicht waren die Gespräche an den Tischen denn doch faszinierender als die stummen Zeugen literarischer Hingabe.

Die meisten Teilnehmer (eigentlich fast alle, wenn ich’s recht bedenke) sprachen sich klar für eine Fortsetzung des Rollenspielstammtischs aus. Auf die Frage, wie der erste Abend angekommen war, äußerten sich alle positiv (jedenfalls die, dich ich fragen konnte – ich kam leider nicht mit allen ins Gespräch).  Um 22 Uhr mussten die ersten Gäste nach 3 Stunden Kellertime den Stammtisch verlassen. Einen harten Kern hielt es bis 23.30 Uhr im Gewölbekeller (die Location kam übrigens bei allen sehr gut an).

Eine Anregung war allerdings so wichtig, dass sie möglichst bald umgesetzt werden soll. Ein Teilnehmer regte für den nächsten Abend eine Vorstellungsrunde an, um die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Eine solche Runde ist bei 20 Leuten und einer voraussichtlich wechselnden Besetzung eher unpraktisch, die Idee soll aber im Internet fortgeführt werden.

(Edit:) Ich wollte hier eigentlich schreiben, dass Michael in den nächsten Tagen ein zusätzliches Kellerkinder-Forum ins Leben rufen will. Hätte mir eigentlich denken können, dass das schon längst erledigt ist (wach auf, Mirko!).

In diesem Forum jedenfalls soll es auch eine Art Spielerbörse geben, in der sich jedes „Kellerkind“ mit seinen bevorzugten Rollenspielen selbst vorstellen kann – damit sollte die Kontaktaufnahme kein Problem mehr sein.

Damit bin ich am Ende meines Nachberichts angekommen. Blieb noch etwas unerwähnt? Ach ja, der eigentliche Gastgeber, Robin Pitz, versorgte uns wie erwartet vorzüglich. Auch wenn er bei der unerwarteten Größe der Gruppe doch alle Hände voll zu tun hatte, blieb am Ende keiner unversorgt. Als kleines Gimmick spendierte er allen Gästen (die, die pünktlich kamen) noch einen Kellerdrink (fragt mich nicht, was da drin war, aber es hat mir jedenfalls bestens gemundet). Na denn, Prost!

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2 Kommentare zu „Der erste Abend (ein Rückblick)“

  1. Hallo an alle

    Michi und ich waren ja zwei der neuen Gesichter, und wir waren recht angetan. Leider haben wir „nur“ mit zwei der drei belegten Tische Kontakt gehabt – aber das holen wir gerne beim nächsten Mal nach. Ansonsten haben wir uns im Forum niedergelassen.

    Danke an Mirko und Michael für den Abend – und an den Wirt!

    Gruß Bernd

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