Rückblick und Ausblick


Zum Kellerkinder-Stammtisch am 19. Oktober konnten wir wieder mal eine größere Gruppe begrüßen. Der „harte Kern“ der Kellerkinder sowie ein neues Kellerkind hatte sich mit insgesamt 9 Personen im Gewölbekeller der Villa Konthor eingefunden, um diesmal dem exzessiven Dungeonrunning zu frönen. Michael Wolf und meine Wenigkeit hatten ja schon im Vorfeld bekanntgegeben, dass wir Proberunden „Dungeonslayers“ anbieten würden. Die sieben Spieler wurden dann auf zwei lockere Gruppen aufgeteilt. Und ab ging’s ins Dungeon! Was soll ich sagen: Es waren 3 sehr lustige, extrem kurzweilige und entspannende Stunden. Das „leichte“ Regelwerk von Dungeonslayers ist sehr gut für solche Zusammenkünfte geeignet. Und zwei Gruppen in einem Raum störten sich kaum gegenseitig. Man prahlte sogar, wieviel Monster man inzwischen getötet hatte (wobei meine Spieler ein Schwarmwesen mit 200 Individuen natürlich schamlos als 200 Einzelmonster verkaufen wollten). Nach gut der Hälfte der Spielzeit (immer noch im selben Dungeon) stiegen meine Spieler schon auf Stufe 2 auf, gegen Ende sogar noch auf Stufe 3 (und das Dungeon ist immer noch nicht fertig). Am Nachbartisch lief es ähnlich. Michael hat auf seinem Blog Stargazer’s World einen schönen Nachbericht (auf Englisch) verfasst. Die Regeln von Dungeonslayers wurden relativ schnell verinnerlicht. Für mich war es das erste Mal, dass ich dieses System leitete, aber größere Probleme hatte ich nicht. Obwohl doch einige Fragen offen blieben, die ich nach bestem Wissen und vor allem anhand von D&D3.0-Regeln zu lösen versuchte. Soweit ich das sehe, gibt es z.B. keine Regeln für Gelegenheitsschlag oder Schießen im Nahkampf. Das heißt: Theoretisch kann sich ein Bogenschütze jede Runde aus einem Nahkampf lösen (oder auch einfach stehen bleiben) und mit seinem Bogen umgehen wie mit einer Nahkampfwaffe. Da aber Bögen keine Nachteile in der Schadenswirkung haben und gleichzeitig den Vorteil der Reichweite besitzen, wären sie so mächtig, dass niemand mehr Nahkampfwaffen benutzen würde. Ich habe dieses Problem nicht wirklich in den Griff bekommen und leider musste meine elfische Späherin auch ein wenig darunter leiden. Beim nächsten Mal werde ich wohl fürs Balancing Hausregeln ausarbeiten müssen.

Nächster Stammtisch: Der nächste Stammtisch ist am 24. November. Dieses Mal ein Mittwoch. Die Kellerkinder waren überein gekommen, es mal an einem anderen Wochentag auszuprobieren, um evtl. doch noch den einen oder anderen Mitspieler zu bewegen. Ansonsten bleibt alles beim Alten: 19 Uhr, Gewölbekeller Villa Konthor. Nach bisherigem Stand werden die Dungeonslayer-Abenteuer fortgesetzt. Hinweis: Das sind keine festen Gruppen und interessierte Mitspieler können hier jederzeit ohne Vorkenntnisse einsteigen!

Die Idee, sich alle 2 Wochen zu treffen, wurde erst einmal verworfen. Einige hätten dann nicht immer fest zusagen können, so dass sich die Gruppe nur noch mehr aufgeteilt hätte. Ich denke aber, wir sollten die Idee der zusätzlichen Treffen aufrecht erhalten. Vielleicht kann man 3 bis 4 Mal pro Jahr ein „Special“ einplanen, wie wir es z.B. an Pfingsten beim gemeinsamen Grillen schonmal vorgemacht hatten.

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4 Kommentare zu “Rückblick und Ausblick”

  1. Das freut mich, dass alle ihren Spaß hatten 🙂 Das mit den „200“ Monstern gefällt mir^^

    Kurz zu den aufgeführten Anmerkungen ein paar Hinweise auf ein paar Stellen im Buch, die vermutlich bis jetzt noch untergingen:
    Irgendwo auf Seite 44ff wird das Thema „Schießen im Nahkampf“ behandelt.
    Die Attack of Opportunity existierte bei DS dagegen mit voller Absicht noch nie, wodurch die Kämpfe bewegungslastig bleiben (Attack+FullMove) und niemand durch das Ausführen einer Aktion zum Stillstand oder „nur“ 1,5m-Move verdammt wird, was zu einem ziemlich dynamischen Gewusel jedesmal führt. So der Hintergrund, das warum und wieso 🙂
    „Aus dem Nahkampf lösen“ ist ab DS4 durch die Aktion „Sturmangriff“ (siehe den Kasten mit Aktionen) auch nicht wirklich mehr nützlich – sobald der Gegner dran ist, sprintet er – weiter als sonst – nach und es gibt wieder auf die Mütze, wenn man nicht äußerst geschickt sich zwischenzeitlich positioniert.

    Jetz aber genug geblaht, mach wie es Euch besser passt – Hauptsache ihr habt Spaß und eine schöne Session 🙂

  2. O Klasse, der Chef persönlich! Nein, die Regeln sind schon o.k. und gut so! Ich konnte natürlich das brandneue DS 4 noch nicht wirklich intensiv lesen, daher bezieht sich mein Wissen vornehmlich auf die letzte Version. Auf S. 44 in DS4 wird ja das meiste klar erklärt: Schüsse in Getümmel und an Hindernissen vorbei – alles o.k. Was ich beim schnellen Drüberlesen aber nicht gefunden habe, ist, ob man mit einer Fernkampfwaffe seinen angrenzenden (also im Nahkampf befindlichen Gegner) attackieren kann. Ich würde sagen: Das geht nicht (klingt für mich logisch). Das hat aber zur Folge, dass sich ein Schütze einfach ohne Risiko aus einer „Bedrohungszone“ herausbewegt und von etwas weiter weg auf den Gegner schießt. Ja, das macht einen Kampf sehr bewegungsaktiv (habe ich gestern auch bemerkt und finde ich klasse!!!) – aber: eine Fernkampfwaffe ist dann einer Nahkampfwaffe überlegen (gleicher Schadenseffekt, plus Reichweite). Das ist bei DS zum Glück nicht so schlimm wie bei D&D3.0 oder 3.5, denn da wird es durch das Talent „Precise Shot“ extrem unbalanciert. Ich danke den Göttern, dass so etwas wie Precise Shot (also: Ungehindertes Schießen ins Getümmel) nicht bei DS4 enthalten ist (hoffentlich bleibt’s auch so).
    Insgesamt ist DS aber sehr viel ausbalancierter. EIn Schütze „könnte“ durch seine Bewaffnung einen Vorteil haben, leidet aber dafür meistens unter weniger Lk, was insgesamt vermutlich alles wieder ausgleicht.
    Übrigens: Die Idee mit den zerstörbaren Dungeons ist klasse! Meine Gruppe konnte auf diese Weise die fiesen Monster überhaupt nur besiegen!

  3. Bei den „Kampfdetails“ unter „Distanz“ ist aufgeführt, dass Schützen, die auf Nahkampfdistanzziele schießen -2 (?) auf Angriff und Abwehr solange erhalten. Da gab es einige Diskussionen vorher drüber, ob überhaupt oder gar nicht – letztendlich wollten wir einen eingekesselten Schützen immer noch werhbar machen, daher darf er – laut offizieller Regel – schießen, aber wie gesagt mit den obigen Mali 🙂

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