Spielvorstellung: Into The Odd


„Into The Odd“ Cover

Am diesjährigen GRT…danach! werde ich zwei Runden „Into The Odd“ anbieten. „Into The Odd“ oder auch kurz ITO ist ein D&D-artiges Rollenspiel meines Freundes Chris McDowall, welches den Fokus auf das Erkunden von fantastischen Orten und Artefakten legt. Kampf spielt in ITO eine untergeordnete Rolle und ist auch sehr tödlich.

ITO verwendet eine extrem vereinfachte Version der D&D-Regeln. Von den klassischen sechs Attributen sind nur noch drei übrig geblieben. Es gibt keine Fertigkeiten, keine klassischen Zaubersprüche, und keine Klassen. Die Charaktererschaffung ist innerhalb von wenigen Momenten erledigt und komplett zufallsbasiert. Eine solche Vereinfachung mag für den einen oder anderen zu krass erscheinen, aber ich kann versichern, dass das Spiel noch sehr viel Tiefe hat.

Interessant wird es nämlich durch das großartige Setting und das Highlight des Systems, die Arcana. Das Setting selbst orientiert sich etwa an unserer Welt während der Industrialisierung. Die Stadt Bastion ist der Inbegriff dieser neuen Zeit. Mit fast einer Million Einwohner ist sie die größte Stadt der Welt, ein Moloch, der alles verschlingt. Die Stadt liegt unter einen dichten Wolke aus Smog, unter der Stadt existiert ein endloses Labyrinth von Tunneln und Katakomben. Jenseits von Bastion sind so exotische Orte wie die Ruinen der Goldenen Länder oder der geheimnisvolle Polarozean.

Gemein haben all diese Orte, dass man überall die sogenannten Arcana findet, seltsame Artefakte aus einer vergangenen Zeit, oder von den Sternen, die es dem Benutzer erlauben, ubernatürliche Kräfte zu beherrschen. Aber ein Arcanum kann auch eine Gefahr für den Benutzer selbst darstellen. Abenteurer aus allen Schichten der Gesellschaft reisen an seltsame Orte, wie die Eiserne Koralle nahe Hope’s End, um dort nach Schätzen, Geheimnissen, und natürlich den Arkana zu suchen. Viele Abenteurer formen im Laufe ihrer Karriere mächtige Kompanien, gründen Unternehmen, oder mischen sich direkt in die Politik von Orten wie Bastion ein. Es ist durchaus denkbar, dass ein erfahrener Abenteurer eines Tages selbst die Macht in einer Region übernimmt, und sich zum Herrscher krönt.

Was mir persönlich sehr gut an ITO gefällt, ist der Fokus auf das Erkunden fremdartiger Orte. Oft ist man damit beschäftigt die Funktion seltsamer Maschinen zu erkunden, tödliche Fallen zu überwinden, oder sieht sich mit unglaublichen Kreaturen konfrontiert. Dabei werden die Spieler ebenso wie die Charaktere gefordert. Die Regeln sind absichtlich sehr kurz gehalten, damit man sich mehr auf das Abenteuer an sich konzentrieren kann, und sich nicht mit unnötigen Regeldiskussionen aufhalten muss.

Wer jetzt Blut geleckt hat, und sich ITO genauer ansehen möchte, kann dies natürlich tun. Auf DriveThruRPG kann man die PDF-Version des Spieles für $7,99 erstehen. Außerdem gibt es ein Print+PDF-Bundle für $14,99 über den Publisher Lost Pages. Der Versand erfolgt aus UK, d.h. man muss auf das gedruckte Exemplar etwa eine Woche oder länger warten. Das PDF gibt es natürlich schneller. In seinem Blog veröffentlicht der Autor Chris McDowall auch regelmäßig Neues zu ITO, so dass dem interessierten Spielleiter das Material so schnell nicht ausgehen wird.

Ein kleiner Hinweis zum Schluß: das Grundregelwerk von ITO beinhaltet auch das Abenteuer „The Iron Coral“, welches ich am Samstag leiten werde. Es empfiehlt sich also, dieses Kapitel auszusparen, wenn man sich am Samstag nicht die Überraschung verderben möchte.

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