Der Tag danach vom GRT danach


Für die Limburger Kellerkinder ging ein toller Tag zu Ende: Ich denke, ich kann für alle Kellerkinder sprechen, wenn ich behaupte, dass der „Limburger Rollenspieltreff im Rahmen des Gratisrollenspieltags danach“ ein großer Erfolg war. 55 Personen waren im Laufe des Tages anwesend. Gespielt wurde zeitweise an bis zu neun Tischen gleichzeitig! Klar, dass die Organisation auch mit großen Anstrengungen verbunden waren – aber sie haben sich definitiv gelohnt! Dafür, dass es überhaupt die erste Veranstaltung unter der Ägide der Kellerkinder war, muss ich sagen, lief alles ziemlich reibungslos ab. Wir sind nun natürlich um etliche Erfahrungen reicher und können uns das nächste Mal (wenn es noch einmal eine solche Aktion geben sollte) sicher noch besser aufstellen und noch mehr auf die geäußerten Wünsche eingehen (z.B. Verpflegung, Snacks). Ich persönlich fand auch den Termin gut gewählt: Dadurch, dass der Limburger Treff eine Woche nach dem offiziellen GRT-Termin stattfand, kamen viele Gäste, die es sonst wohl nicht in die kleine Domstadt an der Lahn geschafft hätten. Bedanken möchte ich mich im Namen aller Kellerkinder bei allen Spielleitern, die uns an diesem Tag unterstützten, oftmals unermüdlich und mit mehreren Angeboten! Ohne euch wären wir vermutlich aufgeschmissen gewesen! Und natürlich geht ein Dank an alle Gäste (sehr viele habe ich an diesem Tag neu kennenlernen dürfen), die teils von weit her kamen.

In den nächsten Tagen werden sicher noch einige Fotos vom GRT „danach“ auf dieser Seite veröffentlicht, eventuell gibt’s auch einen Erfahrungsbericht. Bis dahin wäre es natürlich schön, wenn wir euer Feedback bekommen würden. Wie hat es euch bei den Kellerkindern gefallen? Was sollte man ändern? Wo hat es gehakt? Lob und Kritik könnt ihr gerne als Kommentare verfassen!

Und wer sich gerne öfter mit uns treffen möchte, dem möchte ich nochmals auf unsere monatlichen, ungezwungenen, offenen Treffen in der Villa Konthor in Limburg hinweisen. Der Termin für April wird in Kürze bekannt gegeben. -Mirko-

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Rollenspieltreff (GRT) Limburg: Programmplan


Der neue Tischplan ist fertig und die Programmangebote trudeln nun nach und neu ein. Hinweis: Wir haben derzeit 9 bis 10 Spielleiter und rechnen mit 50 bis 60 Gästen. Wer noch Demorunden, Brettspiele, Tabletops o.ä. anbieten möchte, kann das gerne noch tun! Termin: Samstag, 22. März, ab 12 Uhr. 

Tisch 1 (Christian)

13-16 und 16-19 Uhr: D&D 4th Edition (Demorunden)

Tisch 2 (Gunnar):

16-19 Uhr: Schattenjäger (Warhammer 40K), max. 5 Spieler

19-22 Uhr: Aberrant, max. 5 Spieler

Tisch 3:

Tisch 4 (Volker): [Update]

Ab 13 Uhr: DSA-Demorunde, 4-5 Spieler, Dauer ca. 3 Stunden

Ab 19.30 Uhr: DSA-Demorunde, 4-5 Spieler, Dauer ca. 3 Stunden

Tisch 5 (Michael)

Ab 13 Uhr: Lamentations of the Flame Princess (empfohlen ab 18 Jahren). 4 Spieler. Grundkenntnisse in Englisch sind hilfreich.Dauer: ca 5- 6 Stunden

Tisch 6 (Marcus) [Update]:

13-16 UhrStar Wars Rollenspiel: Am Rande des Imperiums Einsteigerset. Anfänger willkommen, Keine Vorkenntnisse nötig.

19-22 Uhr: Covert Ops: Das Spionagerollenspiel. D00lite System. Anfänger willkommen, Grundkenntnisse in Englisch hilfreich aber nicht erforderlich, keine Vorkenntnisse nötig.

Tisch 7 (Johannes):

13-15 Uhr;  Mechwarrior Dark Ages (MWDA) – „Retro“-Tabletop, Dauer ca 1,5 Stunden inkl. kurzer Einführung, evtl. mehrere Runden, max. 3 (weitere) Spieler, Armeen werden gestellt (Sets vor Age of Destruction), geeignet für Neueinsteiger

15-19 Uhr: Palladium Fantasy RPG, Spieldauer ca. 4 Stunden, max. 5 Spieler, geeignet für Neueinsteiger, Englischkenntnisse hilfreich aber nicht notwendig
Tisch 8 (Andreas) [Update]:
13-16 Uhr: RuneQuest 6th ed., (max. 5 Spieler), Charaktere werden gestellt (geeignet für Anfänger und alte RuneQuestler)

Tisch 9 (Torsten) [Update]:

13-16 Uhr: Descent (cooles Dungeon-Crawl-Brettspiel mit Spielleiter und maximal 4 Spielern, Demo-Runde)

16-19 Uhr: Descent

Tisch 10 (Konni) [Update]:

Ab 19  Uhr: Der Eiserne Thron (Brettspiel), max. 5 Spieler

Tisch 11 (Matthias) [Update]:

13-16 Uhr: Gammaslayers oder Dungeonslayers (max. Spieler)

17-20 Uhr: Ratten! oder GRT-Material  (max. Spieler)

21-24 Uhr: Savage Worlds (Necropolis, Rippers oder Sundered Skies)  (max. Spieler)

Tisch 12 (Mirko)

16-19 Uhr: HeXXen 1730 (eigenes Spielsystem), 4 – 5 Spieler, Demo-Runde mit vorgefertigten Charakteren.

19-22 Uhr: Villen des Wahnsinns (Brettspiel): Max. 4 Spieler.

Tisch 13: Anmeldung und Info

Tische3

Limburger Rollenspieltreff 2014 – Ablauf festgezimmert


Bei der jüngsten offiziellen Mitgliederversammlung der Kellerkinder (formerly known as Stammtisch) gab es eine Neuheit: eine Tagesordnung und ein fest strukturierter Programmablauf (Hört! Hört!). Zur Vorplanung des Limburger Rollenspieltreffs im Rahmen des Gratis Rollenspieltags danach (Abkürzung: LRT/Post-GRT) gab es noch eine ganze Reihe Detailfragen zu kläre. Die für Gäste und Spielleiter wichtigsten Fragen habe ich hier zusammengefasst:

 GÄSTE: Nach vorsichtigem Abwägen haben wir die Zahl der erwarteten Gäste großzügig nach oben gesetzt. Wir gehen jetzt von 50 bis 60 Leuten aus. Platz ist genug vorhanden.

 PROGRAMM: Bislang haben sich 9 – 10 Spielleiter gemeldet, weitere können gerne eigene Angebote einbringen. Auch Nachmeldungen direkt am Spieltag (dann wenn möglich um 12 Uhr!) sind möglich. Jeder Spielleiter erhält einen eigenen Tisch und darf sich sein Tagesprogramm selbst zusammenstellen. Als Richtlinie gelten die drei Programmblocks: Mittagsblock (13-16 Uhr), Dämmerblock (16-19 Uhr) und Abendblock (19-22 Uhr). Diese Uhrzeiten sollten wenn möglich eingehalten werden, damit Gäste schon im Voraus ihre Spielrunden planen können.

 ANMELDUNG: Um die Anmeldung in vernünftigten Bahnen laufen zu lassen, erhält jeder Gast beim Eintreffen im Kolpinghaus (ab 12 Uhr) drei Aufkleber (kleine Dots). Mit diesen Aufklebern kann er sich an den aushängenden Programmen eintragen: Einfach Namen in die Liste schreiben und Aufkleber dazupappen. Fertig. Man kann sich selbst in drei verschieden Spielrunden hintereinander anmelden oder sich und zwei Freunde in einer Spielrunde anmelden. Einfach jeweils den Namen eintragen, pro Name einen Dot drauf. Ende. Die Anmeldungen beginnen um 12.30 Uhr!!! Wichtig: Wer zuerst kommt, darf sich auch zuerst anmelden! Wer später kommt, muss mit den noch offenen Plätzen Vorlieb nehmen!

 ANMELDUNG VORAB: Vorab-Anmeldungen sind NICHT möglich. Ausnahme: Spielleiter, die eine Spielrunde beim LRT/Post-GRT anbieten, dürfen sich bereits um 12 Uhr für eine Runde eintragen (kleines Geschenk der Orga). Auch wer sich als Helfer meldet (z.B. Thekendienst, Aufräumarbeiten, weitere Angebote) kann diesen Bonus bekommen (bitte vorher mit uns in Verbindung setzen).

 PROGRAMM: Das Programm für die einzelnen Tischd wird in den kommenden Tagen auf dieser Seite zu sehen sein.

 TAGESABLAUF:

Ab 9.30 Uhr: Aufbau (Orga)

Ab 12 Uhr: Kolpinghaus öffnet / Spielleiter-Anmeldungen

Ab 12.30 Uhr: Start Spieler-Anmeldungen

13-16 Uhr: Mittagsblock

16-19 Uhr: Dämmerblock

19-22 Uhr: Abendblock

Ca. 23 Uhr: Tablequiz für alle, Dauer: 1 Stunde (mit Siegerprämien)

Spätestens 2 Uhr: Ende der Veranstaltung

 GRATIS-MATERIAL: Wir erwarten eine große Kiste mit Gratis-Rollenspielmaterial. Das Material wird allerdings nicht für 60 Personen ausreichen. Wir arbeiten daran, zusätzliches Material aufzutreiben. Inwiefern das Material gerecht ausgeteilt werden kann – das entscheiden wir, wenn die Pakete vorliegen.

Mit D&D Sandburgen bauen! Auf nach Pandoria!


Vor kurzem trat ein alter Freund an mich heran und warb für sein Rollenspielbuch „Pandoria – Gaeas Ketten“ für Dungeons & Dragons 4th Edition. Nun sind Buch-Rezensionen nicht unbedingt meine Stärke, aber ich versprach Christian Rieß, mir das Buch mal anzuschauen. Das habe ich getan – und habe meine Erkenntnisse in einer umfangreichen Rezension niedergeschrieben. Eines vorneweg; Pandoria – Gaeas Ketten“ ist eine Mischung aus Quellenband, Zufallsgenerator und Abenteuer – und versteht sich als erster Teil einer epischen Kampagne. Dieser erste Teil hat es allerdings schon in sich und verspricht viele Wochen und Monate Spielspaß. Dabei ist das Buch sehr strukturiert und übersichtlich, glänzt mit allerhand Zufallstabellen und Szenarien, Bodenplänen und gut ausgearbeiteten Schauplätzen. Und: Es geht um Sandboxing. Was das bedeutet, könnt ihr in meiner Rezension lesen.

Pandoria

 

Kellerkinder proudly present: Limburger Rollenspieltreff – Der Gratis-Rollenspieltag … danach!


Am 22. März 2014, 12 – 22 Uhr, im Kolpinghaus Limburg

Auf einen Tag voller Rollenspiele, Brettspiele und vielerlei Austauschmöglichkeiten mit Gleichgesinnten darf man sich am 22. März im Zentrum der Limburger Altstadt freuen. Die neue Bischofsresidenz (31 Mio. Euro) wirft buchstäblich ihren Schatten auf das altehrwürdige Gebäude inmitten der malerischen Limburger Fachwerk-Innenstadt, wo für Rollenspieler eine reichhaltige Kost serviert wird.

Der Limburger Rollenspieltreff 2014 steht im Zeichen des bundesweiten Gratis-Rollenspieltags (GRT). Da diese gemütliche Limburger Convention aber eine Woche nach dem offiziellen GRT-Termin stattfindet, haben wir im Titel den „Tag danach“ aufgenommen. Wie auch immer. Gemäß der Idee des Gratis-Rollenspieltags kann man einen kompletten Nachmittag und Abend an vielen Spielrunden mitmachen, Neuigkeiten erfahren und Ideen austauschen – das alles natürlich bei freiem Eintritt!

Für Getränke ist natürlich gesorgt! Ausreichend Essen findet der hungrige Magen bei diversen Pizzerien, Restaurants und Fast-Food-Angeboten ringsum. Und wer noch nicht in Limburg weilte, sollte die Gelegenheit zu einem kleinen Spaziergang durch die malerischen Gassen und auf den hinlänglich bekannten Domberg ergreifen! Kleiner Tipp: Mittelalterfreunde kommen im Mittelalter-Kontor Stupor Mundi (Genusswaren, Tuche & Gewandungen) unweit des Kolpinghauses auf ihre Kosten (samstags geöffnet bis 16 Uhr).
Das Kolpinghaus bietet Platz für rund 80 Personen an bis zu zwölf Tischen.

Anfahrt für Auswärtige: Limburg liegt ideal an der A3 zwischen Frankfurt und Köln/Bonn und ist per Bahn und ICE erreichbar (Abholdienste vom ICE-Bahnhof bitte vorher mit uns abklären). Vom Hauptbahnhof ist es nur ein kurzer Fußweg in die Limburger Altstadt.

Parken: Mit dem Auto parkt man am besten in der Altstadttiefgarage. Einfach am Kino Cineplex in Richtung Altstadt geradewegs durch, bis es nicht mehr weiter geht! Die Tiefgarage hat rund um die Uhr geöffnet. In direkter Umgebung des Kolpinghauses ist Parken leider nicht möglich!

Das Kolpinghaus finden: Am besten richtet man sich in den verworrenen Limburger Gassen immer nach dem Dom. Das Haus befindet sich in der Kolpingstraße 9 (gelbes Gebäude), unmittelbar am Ende der kleinen Bergstraße (Weinhandel „Wein Rose“), beginnend auf dem Bischofsplatz. Wer sich gar nicht auskennt geht am besten immer den Berg aufwärts bis zum Dom, findet dann den top modern gestylten Eingang der berühmten Bischofsresidenz, von dort aus einfach die Treppe abwärts (bis zum gelben Gebäude). Vom Bahnhof aus einfach direkte Linie auf den Dom zuhalten, das Bettenhaus Siebert rechts liegen lassen und dann noch ein paar Meter weiter. Oder Navi benutzen.

 Eigene Anmeldemöglichkeiten: Für euren eigenen Angebote (Demorunden, maximal 3 Stunden) gibt es noch Anmeldemöglichkeiten!

13. März: Kellerkindertreffen und verspäteter Gratisrollenspieltag


cropped-GRT

Es war in letzter Zeit ja etwas ruhig hier auf dem Blog geworden. Das lag aber keineswegs daran, dass die Kellerkinder untätig gewesen wären. In den letzten Monat haben wir z.B. erfolgreich einige sehr spaßige Abende mit Dungeonslayers verbracht und über Rollenspiel im Allgemeinen gefachsimpelt.

Am 13. März ist es dann wieder soweit: die „Kellerkinder“ treffen sich wie immer um 19 Uhr im Gewölbekeller der Villa Konthor in Limburg. Und diesmal haben wir ein ganz besonderes Schmankerl für euch. Wir konnten noch eines der begehrten Gratisrollenspieltag-„Care“-Pakete für unseren Stammtisch organisieren. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal ganz herzlich Moritz und Christian danken, die das noch ermöglicht haben. Wenn ihr also am GRT verhindert wart, oder keinen teilnehmenden Laden in der Nähe hattet, habt ihr am 13.3. eine zweite Chance!

Wie immer freuen wir uns über altbekannte und neue Gesichter. Keine Angst, wir beißen nicht … zumindestens nicht immer. 🙂

P.S.: Schaut doch mal bei den Verlagen vorbei, die dieses Jahr den GRT ermöglicht haben. Eine praktische Übersicht gibt es hier.

Reiter von Rohan – Mehr als „nur“ eine Erweiterung für Herr der Ringe Online


„Die Reiter von Rohan“ heißt die neueste große Erweiterung für das Multiplayer-Spiel „Herr der Ringe Online.“ Und da es sich ja (im weitesten Sinn) um ein Rollenspiel handelt (jedenfalls spiele ich es auf einem Rollenspiel-Server), wollte ich mal ein paar Worte darüber verlieren. Natürlich muss man vorneweg schicken, dass ich seit rund 1,5 Jahren HdRO (Herr der Ringe Online) spiele, und selbstverständlich voreingenommen bin. Außerdem habe ich keine anderen Multiplayer-Rollenspiele gespielt und bin auch erst seit genau 1,5 Jahren überhaupt mit dem Genre vertraut. Wer hier als einen Vergleich mit anderen aktuellen Titeln sucht (wie z.B. World of Warcraft, Guildwars II, Star Wars – The Old Republic oder The Secret World), den muss ich enttäuschen.

Ein paar allgemeine Worte zu HdRO

Herr der Ringe Online ist seit mittlerweile 5 Jahren mit wechselhaftem Erfolg auf dem Markt vertreten. Die Zahl der Mitspieler ist lange nicht so hoch wie bei vergleichbaren, aber populäreren Titeln (allen voran WoW) und von der Zielgruppe eher im Erwachsenenbereich angesiedelt. So bemüht sich beispielsweise die Graphik um hohen Realismus („stimmige“ Proportionen anstatt überzogener Manga-Stil) und die Hintergrundstory hält sich eng an Tolkiens Welt „Mittelerde“ aus dem Dritten Zeitalter. Man kämpf hier gegen endlose Horden Orks, Bilwisse, Trolle, Warge, Crebain, Spinnen, Huorn, Riesenwürmer oder auch einfach böse Menschen (die entweder Sauron oder Saruman ergeben sind). Neue Monsterschöpfungen sind dagegen selten und werden sorgsam auf ihre „Tolkien-Tauglichkeit“ überprüft. Das mag den einen oder anderen jüngeren Spieler vielleicht abschrecken.

Als Spieler hat man die Möglichkeit, einer epischen Quest-Reihe zu folgen und somit seine eigene, große Kampagne zu erleben. Die erste Eposreihe führte zum früheren Herrschaftssitz des Hexenkönigs von Angmar. Die zweite führte durch Moria, Lorien bis in den Düsterwald. Das dritte „Buch“ folgt der Reise der Grauen Schar nach Isengart (und wird aktuell in Rohan fortgesetzt). Man sieht aber schon, dass spätestens ab dem zweiten Buch der Fokus auf der Reise der Gefährten rund um Frodo, Gandalf, Aragon und Co. liegt – denen man scheinbar nur auf Rufweite folgt. Wie es bei solchen Spielen übrig ist, expandiert die Spielwelt immer mehr – bei HDRO ist natürlich die Stoßrichtung (Mordor!) vorgeschrieben.

In den ersten Jahren nach Erscheinen muss wohl die Einführung neuer Spielgebiete nur schleppend verlaufen sein. Wie mir mein Freund Bert, HdRO-Spieler der ersten Stunde, berichtete, verlor das Spiel irgendwann an Reiz, weil neue Inhalte zu lange hinausschoben. Das muss dann auch dazu geführt haben, dass der HdRO-Entwickler Turbine in Schieflage geriet. Inzwischen hatten sich nämlich zahlreiche andere MMOs auf dem Markt etabliert und kämpften hart um Spieler und Einnahmen. Das bewog Turbine zu einem mutigen und sehr riskanten Schritt. HdRO wurde von einem damals üblichen Abo-Spiel auf Free-to-Play umgestellt!

Das heißt: Jeder kann jetzt das Spiel kostenlos aus dem Internet runterladen und theoretisch kostenlos spielen. Da das Spiel aber werbefrei bleiben sollte, mussten natürlich irgendwie Einnahmen generiert werden. Das tat man, indem man fortgeschrittene Spielinhalte wie z.B. Gebiets-Erweiterungen, Schnelles Reisen, Zierwerk-Ausrüstung oder kleinere Buffs für so genannte Shop-Punkte kaufen konnte. Wirklich bedeutsame Items aber musste man sich schon ordentlich im Spiel erspielen; sonst wären ja alle „reichen“ Spieler bevorteilt. Diese Shop-Punkte wiederum kann man bequem über „reales“ Geld generieren, oder auch durch permanentes Spielen ansammeln. In der Theorie können also extreme Vielspieler HdRO tatsächlich mit allen Inhalten gratis spielen – aber diese Spieler dürften eher die Ausnahme sein (wir haben tatsächlich so einen Knilch in der Sippe).

Alternativ kann man aber auch nach dem kostenlosen Hereinschnuppern beim bewährten Abo-System bleiben und für 8,90 pro Monat die meisten Inhalte nutzen. Die Umstellung von Abo-Spiel auf Free-to-Play rettete HdRO nicht nur vor dem Ruin, sondern erwies sich als extrem erfolgreich. Quellen berichten, dass Turbine im ersten Jahr nach der Umstellung den dreifachen Umsatz verbuchte. Plötzlich hatte man ein Spiel an der Hand, das nicht nur prima lief, sondern offenbar auch Geld in die Kassen spülte und aus sich selbst heraus neue Spieler generierte. Jetzt mussten natürlich Schlag auf Schlag neue Inhalte folgen.

Nach Moria folgte der südliche Düsterwald, danach die Region Enedwaith, weiterhin Dunland (mit Isengard) und zuletzt die Anduin-Region. Die Zielsetzung scheint zu sein: Einmal pro Jahr ein kleines Nebengebiet und einmal pro Jahr eine große Erweiterung, zwischendurch aber immer wieder kleinere Spielinhalte wie z.B. die unter Rollenspielern beliebten Feste (ca. alle zwei Monate) sowie neue Instanzen und Scharmützel. Kam ein neues Spielgebiet dazu, konnte man auf der normalen Karte einfach weiterreisen und den lange im Voraus entwickelten Epos weiter folgen. Die zu bestehenden Aufgaben sind dabei oft recht überschaubar: Gegner töten, Items sammeln, Gegenden bereisen. Etwas ketzerisch kann man sagen, dass sich am Spielprinzip nicht viel änderte, lediglich die Umgebung, die Musik, die Story (wenn man sie denn wirklich aufmerksam verfolgte) und die Instanzen wechselten. Sonst aber blieb im Grunde alles beim Alten: Mit der eigenen Spielfigur durch die Lande streifen und seine Fertigkeiten verbessern, evtl. nebenbei ein bisschen Rollenspiel betreiben. Aber so sollte es nicht bleiben. Rohan kam!

Die Reiter von Rohan

Natürlich gehörten ich und meine Frau (die ebenfalls leidenschaftlich HdRO spielt) zu den Vorbestellern der neuen Rohan-Expansion, die unsere Geldbörse ganz ordentlich blutigen ließ. Rund 55 Euro kostete die Legendäre Edition der Rohan-Erweiterung. Die einfache Version war zwar sehr viel billiger, aber es war unklar, welche Spielinhalte dann später noch hinzugekauft oder extra freigeschaltet werden müssen. Am ersten Tag nach dem Download begaben wir uns also – wie tausende anderer Spieler im völlig überlasteten Server – auf die Reise. Der Epos beginnt diesmal in Lothlorien, wo wir von Galadriel und Celeborn auf die Geschicke der vor kurzem durchgereisten Gefährten um Frodo und Co. hingewiesen wurden. Schnell trommeln wir eine Gemeinschaft aus einem Elb, einem Rohan-Soldaten und einer Dunländerin zusammen und folgen dem Ringträger entlang des Anduin bis zu den Argonath, die imposant in der Ferne aufragten. Mehrfach dürfen wir in so genannten Sitzungsspielen in die Körper von Frodo, Boromir und Sam schlüpfen und das Zerbrechen der Gemeinschaft am Amon Hen verfolgen (es ist schon etwas beklemmend, wenn man Boromir spielt und genau weiß, dass man die Szene nicht überleben wird). Bislang haben wir noch nichts neues erlebt – nach wie vor klappern wir Questen ab, lauschen der sehr schönen neuen Musik und bewundern die Argonath. Wir bemerken aber auch einige sehr schöne neue Details im Gameplay, die uns nach kurzer Zeit in einen tranceartigen MMO-Rausch versetzen. Nicht länger müssen nun getötete Monster aufwändig angeklickt werden, um an ihre Beute zu kommen. Sämtliche Beute wandert automatisch in einen „Zwischenspeicher“, wo sie für exakt 1 Stunde abgerufen werden kann. Haben wir vorher unsere Inventarbeutel nach kurzer Zeit mit „Müll“ vollgeschlagen, so beginnen wir nun langsam umzudenken, lassen den Zwischenspeicher einfach bequem füllen, bis wir uns einmal pro Stunde eine Pause gönnen, um die Items ins Inventar zu befördern und weiterzuverarbeiten oder zu verkaufen. Und noch etwas ist extrem cool: Alle anwesenden Spieler können nun ohne Einschränkung auf herumlaufende Monster ballern und bekommen EP fürs Töten. Da man die Monsterüberreste nicht mehr anklicken muss, sondern sämtliche Beute im Zwischenspeicher landet, steht dem fröhlichen Massengemetzel nichts im Weg. Wir finden einen Weg in eine Höhle und sehen, dass dort andere Spieler zugange sind. Früher hätten wir geflucht: „Die nehmen uns die ganzen Monster weg, dann müssen wir auf den Respawn warten“. Diesmal hängen wir uns ohne große Absprache an die anderen Spieler dran und töten halt gemeinsam – geht schneller und macht irgendwie ein gutes Gefühl: „Aha, wir spielen also doch gemeinsam gegen das Böse und stehen uns nicht mehr gegenseitig im Weg“. Allerdings entfällt die Kommunikation: Haben wir vorher noch andere Spieler aufwändig angequatscht, um gemeinsame Kampfgruppen zu bilden, so stürzen wir uns nun ohne großes Gerede in die Schlacht. Warum auch Quatschen? Alle Spieler sind auf maximalem Level und haben teils Jahre mit dem Spiel verbracht. Jeder weiß, auf was es ankommt. Allerdings haben wir von einer Neuerung erfahren, die uns vor Neugier fast platzen lässt: Berittener Kampf! Klar: Wir sind schließlich im Land der Pferdeherren, da ist der Kampf vom Sattel ja eigentlich Pflicht.

Wir taumeln weiter in einem Rausch aus unglaublich geschmeidigem und nervfreiem Gameplay, hangeln uns entlang der Hauptqueste, die uns zu einem belagerten Rohirrim-Dorf führt, wo wir endlich unser Kriegsross ergattern. In einem Tutorial machen wir uns mit der verflixten Steuerung des Tieres vertraut. Und dann gehts los. Gänsehaut! Ins Horn gestoßen und aufgesessen. An der Seite meiner Frau galoppiere ich über die Ebenen Rohans. Monster tauchen auf, denen ich eines mit dem Hammer verpasse. Weiter zum nächsten, BANG! Und wieder: BANG. Töten kann ich keines der Monster, dafür mache ich als Barde einfach zu wenig Schaden. Ist aber dank des neuen Gameplay völlig egal. Am Horizont tauchen andere Spieler auf und stürzen sich in die Schlacht: Töten sie ein Monster, bei dem ich vorher Schaden anrichtete, kriege ich meinen Anteil EP und Beute! Wahnsinn! Ich ziehe die Zügeln, lasse das Kriegsross eine weite Kurve drehen. Zurück in den Kampf. Wieder von einem Monster zum nächsten. BANG! BANG! Andere Spieler auf ihren Pferden kreuzen den Weg. Meine Frau ist im Getümmel verschwunden. Scheißegal! Rein in die Monsterhorde! Mann, macht das Spaß!

So langsam dämmert mir, dass ich mit der Rohan-Erweiterung keine Erweiterung im eigentlichen Sinne gekauft habe. Nein, es ist ein komplett neues Spiel. Hier baut alles aufeinander auf: Als Turbine den Beschluss fasste, berittene Kämpfe einzubringen, setzte das eine Kettenreaktion an Innovationen in Gang, die wie Zahnräder ineinander greifen. Im berittenen Kampf ist es unmöglich, gefallene Gegner zum „Looten“ anzuklicken – man ist ja im rasenden Galopp schnell vorbeigeritten, die Leiche weit hinter sich. Ergo musste die alte Beuteregel entfallen und durch den „Zwischenspeicher“ ersetzt werden.

Dann allerdings bestand auch kein Grund mehr, warum Monster ihrem Angreifer bzw. einer Angreifergruppe zugeteilt werden müssen. Hinter der alten Regelung steckt ja der simple Gedanke, dass ein Spieler nicht einfach einem anderen Spieler hinterherrennt und dessen Beute wegschnappt – daher die „Zuweisung“. Ihr merkt wahrscheinlich schon, dass ich durch meine erste Spielerfahrung ziemlich berauscht bin.

Erst spät nachts falle ich erschöpft ins Bett und träume noch von donnernden Hufen und grasbewachsenen Ebenen.

FAZIT

HdRO geht wieder einmal einen mutigen Schritt nach vorne. Selbstbewusst führt man ein süchtigmachendes modernes Gameplay ein und verabschiedet sich (zumindest im neuen Spielgebiet) vom angestaubten System. Natürlich gibt es immer noch Questen und bekommt dafür EP und Gegenstände. Aber auch das wurde aufgepimpt: So finden wir Questen überall, indem wir bestimmte Questmonster besiegen (neue Quest), das Lager einer Räuberbande betreten (zwei neue Quests!) oder einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind (Quest).

Monsterleichen liegen (wegen des Zwischenspeichers) nicht mehr lange rum, verschwinden sofort und werden innerhalb von Sekunden ersetzt. Dafür können nun aber auch alle anwesenden Spieler ohne Rücksicht beherzt zuschlagen. Langeweile? War gestern! Wartezeiten? Gibts nicht mehr! Suchtfaktor? Immens gestiegen! Noch habe ich nicht alle Details des neuen Spiels ergründet. Die Steuerung des Kriegsrosses ist z.B. sehr komplex und erfordert tatsächlich Übung und vorausschauendes Lenken. Dafür kann man das Ross individuell steigern (neue Traits, Erfahrungsstufen), mit schimmerndem Zierwerk auskleiden und sogar mit legendären Gegenstände (Zaumzeug) aufpimpen.

Und weil Charaktere jetzt von 75 bis auf Stufe 85 steigen, gibts auch spezielle neue Pferdefertigkeiten (unterschiedlich pro Charakterklasse) Je mehr ich darüber schreibe, umso mehr merke ich, wie viel ich noch ergründen muss. Also: Ins Horn geblasen! Aufgesessen! Auf ins Abenteuer!

Hier noch ein stimmungsvoller Trailer auf Youtube

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